HANSUELI STETTLER

Der Bundesrat möchte den Forderungen der Funknetzbetreiber nachgeben...
 
...und die (bereits jetzt viel zu hohen) Grenzwerte weiter hinaufsetzen.
 
Der Bundesrat erliegt mit diesem Erhöhungs-Vorschlag seinem selbst verschuldeten eigenen "Elmar" Datenbank-Gau, welcher neu: "Berenis*"-Datenbank-Gau heisst:
 
"Was ich glücklicherweise nicht wissen kann, weil ich einen scharfen Gatekeeper (Martin Röösli) mit (vielfach belegtem) einseitigen Blick einstellte, muss ich nicht in die Diskussion einbeziehen".
 
* Neu ist Röösli bei der "Beratunssstelle des Bundes für Nichtionisierende Strahlung" der Vorsitzende.Röösli verantwortet also wiederum an höchste Stelle mit, dass nur ein sehr kleiner Prozentsatz der publizierten Studien evaluiert wird. Es wird sich in Kürze zeigen, nach welchem Muster hier sortiert wird. Und bedenklich ist, dass Röösli kürzlich auch in die ICNIRP delegiert wurde, in den privaten Verein, der Tür an Tür mit dem deutschen Bundesamt für Strahlenschutz residiert und dafür sorgt,  dass die Diskussion um unsere Gesundheit nicht geführt wird und die für den Gesundheitsschutz hunderfach zu hohen Grenzwerte nicht angetastet werden.
 
Industrie-unabhängige Forscher haben längst die verschiedenen Mechanismen und die dafür verantwortlichen Strahlendosen dargelegt. Und zeigen sehr häufig und sehr deutlich die gravierenden gesundheitlichen Folgen. (Die WHO hat ihre Empfehlung zu Funkstrahlung auf "möglicherweise krebserregend" ja erst treffen können, nachdem die eindeutigsten Industrievertreter aus dem Gremium ausgeschlossen wurden.)
 
Der Bundesrat nimmt ebenso nicht zur Kenntnis, dass aufgrund der gepulsten Strahlung (Rööslis Erkenntnis dazu: Gesamtbelastung der "Durschschnitts-SchweizerIn: 1/3 stammt vom eigenen Handygebrauch, 1/3 durch die lieben Mitmenschen und 1/3 durch Funkanlagen) es hunderttausende Menschen gibt, die an ihrem Lebensort eine um mehrere Potenzen höhere Belastung erfahren, als sie je durch ihr eigenes Mobiltelefon und Verhalten erhalten würden - und dies rund um die Uhr. Unfreiwillig. Ungefragt. Unvermeidlich.
 
Die Strahlung aller kabellosen Technologien auf den verschiedenen Frequenzen ist aus technischen Gründen sehr verwandt. Es kann aus baubiologischer und umweltmedizinischer Sicht auch gesagt werden, dass die neusten Entwicklungen wie LTE und w-lan gegenüber den Vorgängertechnologien jeweils noch aggressiver geworden sind. Dementsprechend steigen die dadurch verursachten Krankheiten laufend an: Schlaflosigkeit, Depression, burn-out, Polymorbidität.
 
Eine erhöhte Strahlungsbelastung für die Bevölkerung würde darum mit einer zeitlichen Verzögerung von nur wenigen Monaten zu sehr viel mehr Schlafstörungen, mit einer Verzögerung von einigen wenigen Jahren jdedoch zu noch mehr Krebserkrankungen  führen. Die schädigenden Effekte gepulster Strahlung auf die Reproduktion der DNA sind ja längst belegt, sie führen zu weniger effizienter Zell-Reparatur, Freisetzung von Freien Radikalen und so zu erhöhten Krebsraten. Aus umweltmedizinischer Sicht kann und darf es keinen weiteren Ausbau der Belastung mehr geben. Dies wird auch von einem beratenden Experten der WHO, A. B. Miller bestätigt, der betont, dass gepulste Strahlung aus allen bekannte Quellen dringend in die Kategorie 1 ("krebserzeugend bei Menschen" eingeteilt werden muss. (Signals emitted by cell phones, other wireless and cordless and sensor devices, and wireless networks – fully meets criteria to be classified as a "Group 1 carcinogenic to humans" agent
 
Und völlig fragwürdig ist die kontinuierliche Expansion der Mobilfunktechnologie, alleine aufgrund des ehemaligen Auftrags zur Einrichtung mobiler Kommunikation. Heute kommt die ständig zitierte Steigerung des Datenvolumens vom rein profitgetriebenen Bedürfnis nach dem up- und downloaden von Fotos, Filmen, games - und kein Ende ist abzusehen. Eine ganze Generationen Menschen sind bereits süchtig gemacht worden.
Es ist nicht zu akzeptieren, dass eine Technologie - die aus Risikogründen von keiner Versicherung (Evaluation von: Swiss RE) abgedeckt wird - ohne seriöse Abwägung der Folgekosten weiter expandiert.
 
There is no free lunch... beim Mobilfunk gilt diese Weisheit offenbar noch immer nicht.
Vielleicht kommt die Erkenntnis bald, dass eine massiv sinkende Lebenserwartung im Land mit der besten medizinischen Versorgung eine weit verbreitete technische Ursache hat. David Hesse im Tagesanzeiger vom 22.7.16 lässt hoffen..
 
Es kann ja eigentlich nicht akzeptiert werden, dass unsere pokemon-süchtige Jugend zusammen mit unserer geldsüchtigen Mobilfunkbrache unsere Gesellschaft in den frühen Tod treibt. 
 
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